review von folkworld:

Das Wiener Duo Zaubernuss, Flora Schnee (Gesang, Mundharmonika) und Ali Knoblauch (Gitarre, Gesang), hat vor drei Jahren ihr Debütalbum mit 13 Songs und einem versteckten veröffentlicht.
Die beiden singen Lieder, einfach arrangierte nur von der Gitarre begleitete Poesie, in Deutsch und Englisch. Flora verabschiedet den unsensiblen Freund mit „danke, es war interessant!“ und der „Tanzbär“ ist eine Metapher für Künstler unter Erfolgsdruck, Ali singt die erste Stimme, Flora die Chorstimme. Bei „all these bubbles“, eine sozialkritische Rockballade über unsere von Geld und Besitz regierte Welt, werden die beiden von Drummer Andreas Landauer rhythmisch begleitet. Ali sinniert über die Kombination von Freiheit, Egoismus und Einsamkeit, „allein im garten“, und Flora fordert auf aus der Routine auszubrechen, „hey mach’s mal anders“. Flora sucht die echte Liebe ohne Geheimnisse, „pure“, ein rockiger Song mit teilweise schrägen Klangkompositionen und nach einer stillen Pause singen die beiden im ¾ Takt über „das weiße Blatt“, das wohl schon jeden Autor einmal angestarrt hat.
Das Album von Zaubernuss ist wie ein musikalisch begleiteter, gesungener Gedichtband, sozialkritische Texte mit Metaphern in Reime gepackt, romantische Poesie aber auch Persönliches hört man da heraus.
© Adolf „gorhand“ Goriup

http://www.folkworld.eu/54/d/cds3.html#zaub

 

das schreibt die stadtspionin:

zaubernuss

Psychedelische Musik-Droge
Ein echter Geheimtipp! Für alle Träumer, Musik-Fans und Hobby-Gärtner: Die junge Band „zaubernuss“ züchtet biologisches Liedgut mit verspielten Text-Geflechten. Mit Gitarre und Klavier bewegt sich das Wiener Duo keck zwischen Singer-Songwriting, Chanson und Indie-Folk. Die brandneue CD wird am 24. Oktober präsentiert.

„Wir sind da und nichts bewegt sich“ hieß der Erstling aus dem  Jahr 2011. In der Zwischenzeit haben sich Ali Knoblauch und Flora Schnee, das sind „zaubernuss“, an die Arbeit gemacht und ein neues Album produziert. Das nennt sich „Jetzt raus!“ und steht dem ersten um nichts nach: poetisch, witzig, verschmitzt. Und verspielt, sowohl in textlicher als auch musikalischer Hinsicht: Fragile Sounds treffen auf robuste Gitarren-Klänge.

Nach einer Tour quer durch Österreich landet das Duo in seiner Homebase Wien. Präsentiert wird die neue CD am 24. Oktober (ab 21:30 Uhr!) im Cafe Carina, vorher gibt’s Musik von Sarah Maria feat. Tom Blackbird. Und dann: Folgt eine große Party! Wer sich dafür schon jetzt einstimmen will, kann sich hier durch die zaubernuss-Musikwelt hören.

Eine schöne Woche wünscht
Eure StadtSpionin

http://www.diestadtspionin.at/tipps/zaubernuss.php

das schreibst die MICA:

Zaubernuss – jetzt raus!

Singer/Songwriter-Projekte gibt es wie Sand im Meer, bereits so viele, dass man als Freund von andächtigen Folk-Klängen und eindringlichen Texten oft die Übersicht verliert. Das Konstrukt Zaubernuss, dass sich aus Flora Schnee sowie Ali Knoblauch zusammensetzt, zeichnet sich nicht nur durch Naturverbundenheit, sowie die Assoziationen zum Gärtnern („Gartenlied Zwei“ und „Geh Doch in den Garten“), sondern auch durch ihr gekonntes Songwriting aus, das den Charme von deutschen Liedermacher versprüht. Überhaupt erinnern die gesanglichen Passagen bzw. das Timbre stark an Funny Van Dannen oder an Sven Regener (Element Of Crime).

Der Titel ihres im Jahr 2011 erschienene Debüts „Wir sind da und nichts bewegt sich“ trifft den Sound sowie die Stimmung des Duos genau auf den Punkt, denn wenn man die Beiden beim Musizieren belauscht, hat man nichts anderes im Sinn, als gebannt auf seinem gemütlichen Couchsessel zu sitzen und sich von ihren Songs belustigen oder verzaubern zu lassen. Für die passende Aufnahme, Bearbeitung und Mix haben sie niemanden geringeren als Jürgen Plank von Lindo Records beauftragt, der sich bereits mit ähnlich klingenden Projekten wie The Wichita oder dem Christian Masser-Album vorgestellt hatte. Für das Mastering konnten sie Mike Wolff von dem im WUK positionierten Studio melonFM gewinnen. Das Album erschien bei ihrem eigene Label GehBitte Records, das sie erst kürzlich, bevor sie „Jetzt raus!“ veröffentlichten, im selben Jahr gründeten.

„Zaubernuss“ punkten maßgeblich mit simplen, aber durchaus unterhaltsamen wie nachvollziehbaren Texten, mit denen sie gekonnt sowohl eine sensible, als auch eine humorvolle Seite zeigen können. Zu den großen Highlights des Albums gehören das humorvolle „Ferdl“, das die Geschichte eines verführerischen Regenwurms erzählt, das traurige Trennungslied „Du träumst noch immer“ sowie das lebensbejahende sowie aufklärende „Tag der Menschheit“, das sogar am Schluss die Verzweiflung als eine „Reise ins ich“ abserviert.

Im Gegensatz zu ihrem Debüt ist das Instrumentarium um Einiges erweitert worden, zuvor gab es eine unaufdringliche Gitarrenbegleitung, nun gibt es auf „Jetzt raus!“ Einsätze von Blockflöte, Piano, Melodika, Geige, Rasselei, Mundharmonika, Glockenspiel, Bass und sogar Perkussion und Orgel, damit nicht nur mehr der Text im Fokus steht, sondern auch das musikalische Gewand. Eine weitere Änderung ist der Verzicht auf englische Songs (mit einer kleineren Ausnahme von dem Refrain von „Und er hat Premiere“), welcher sich als kluger Schritt erweist, denn die deutschen Lyrics stehen den beiden deutlich besser und sind durchaus glaubwürdiger.

Mit „Jetzt raus!“ haben Zaubernuss ein Album rausgebracht, dass einem zum Nachdenken, Mitfühlen und Lachen anregt. Fans von deutschen Liedermachern sollten einen kleinen Gehörausflug wagen.
Philipp Bonell

http://www.musicaustria.at/magazin/pop-rock-elektronik/artikel-berichte/zaubernuss-jetzt-raus